Die Chroniken des Musikverein >>Harmonie><< Donnstetten


Gründung Musikverein „Harmonie“ Donnstetten 1930

Im Jahre 1930 kommt es zur Gründung des heutigen  Musikverein „Harmonie“ Donnstetten

Die Freude am Musizieren war trotz widrigster wirtschaftlicher Verhältnisse so ausgeprägt, dass der junge Verein gleich beim Beginn über 15 aktive Musiker verfügte.

Unsere Gründungsmitglieder

Friedrich Schmid, Jakob Hummel, Adolf Vöhringer, Georg Wörz, Helmut Hähnle, David Munderich, Fritz Bächle, Albert Münderich, David Munderich (jung), Wilhelm Aufrecht, Chr. Loser, Karl Bächle, David Schmid, Gottfried Mall  und Fritz Hummel

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Wir können nur staunen, wenn man hört, unter welchen unsäglichen Opfern die jungen Arbeiter zu der unentbehrlichen Ausrüstung gelangte. Das ganze Dorf schickte in jenen Jahren kaum ein Dutzend Bürger an auswärtige Arbeitsplätze. Regelmäßige Arbeit und sicherer Verdienst waren unbekannte Begriffe. Die jungen Leute durchlebten ärmliche und unfrone Jahre, die auch politisch nur Chaos und Zwiespalt brachten. Die meisten der arbeitslosen Handwerker und Arbeiter fielen ihren Vätern zur Last. In jenen Jahren zeigte sich, dass eine Bevölkerung, die Landwirtschaft besitzt, Notzeiten besser übersteht, als eine rein städtische. Wenn man bei den kargen Erträgen auch keine großen Sprünge machen konnte, so fielen die Älbler doch nicht staatlicher Fürsorge anheim.

Man schickte sich in die Zeit und überließ Demonstrieren und Räsonieren anderen Volksgenossen. Bei der herben, verschlossenen Wesensart der Donnstetter kann man sich gut ausdenken, welche Stimmung in einer Familie aufkam, wenn der Sohn, der keine bezahlte Arbeit verrichtete, den anderen dauernd im Wege war, wie der Alte sauer wurde, wenn der Kerl noch ein fremdes Instrument daherbrachte und damit Geräusche erzeugte, die allein schon ausreichten, jeder frohen Regung ein Garaus zu machen.

Der Büttel David war damals das tägliche Brot beim Dirigenten Rieck. Einmal schnappte er den Es-Bass und blies zum oberen Bühnenladen hinaus. Da er das Instrument noch nicht beherrschte, erzeugte er schreckliche Töne. Zwei Häuser weiter aber vernahm dieses missratene Solo der Altmusiker Adam Munderich. Zu allem Übel stammte der Es-Bass von ihm und war noch nicht bezahlt. Voll Zorn drang er bis zu dem unglücklichen Musiker vor, packte Mann und Instrument am Kragen und zog mit seiner Wiederholung den Bass triumphierend ab. Später brachte der Dirigent 40 RM zusammen und kaufte das gute Stück. Diesmal für alle Zeit. (Mit diesem Bass wurde 1970, nach gut 100 Jahren immer noch gespielt).

In dieser harten Zeit des materiellen Mangels war es vor allen andern der Dirigent David Rieck, der dem jungen Verein Form und Inhalt gab. Seine Schuhmacherwerkstatt war täglich belegt. „Auf jedem freien Plätzchen in der Dachkammer saß ein Musiker, wärmte sich auf und war bemüht, mit grenzenloser Ausdauer die Mosträsser des Schusters zu erlernen.“

David Rieck besaß genügend unverbildetes musikalisches Talent. Angeborene Eigenschaften rückten ihn in den Mittelpunkt seines Vereins. Eine saubere kameradschaftliche Haltung in allen Situationen, vor allem auch auf privaten, rein menschlichen Gebieten verschafften ihm schnell Respekt und Achtung bei seinen Musikern und in der Gemeinde. Dieser Mann hatte eine offenes Ohr für die vielen Sorgen seiner Männer. Was er in den langen Jahren, zusammen mit seiner Frau. für den Musikverein in selbstloser Weise opferte, verdient höchstes Lob und Annerkennung.

Eine neue Politische Zeit war inzwischen angebrochen, Blasmusik war gefragt und aktuell. Maifeier und Erntedankfest, Geburts- und Heldengedenktage folgten einander. Bald jeden Sonntag hieß es: Raustreten und maschieren. Leider vernahm man sehr bald harte, brutale und kommißmäßige Untertöne. Wenn die Männer einerseits für Arbeit und Verdienst dankbar waren, so konnte sich der größte Teil mit den unbeliebten Entweder - Oder - Entscheidungen der Zeit nicht anfreunden.

Es dauerte auch nicht sehr lange, bis das größte Vernichtungswerk aller Zeiten anlief.

Schutt und Tümmer, Hunger und Krankheit waren das Erbe der verflossenen Epoche. Aus den Gefangenenlagern in aller Welt kehrten die miden Landser nach und nach zuriick. ‘Wie von einem bosen Traum erwacht,  wurde Ihnen angesichts der Katastrophe bewusst, dass sie elend verheizt und brutal um die besten Jahre ihres Lebens betrogen worden 

Was half alle Resignation?
Tatenlos abseits stehen ist nicdhiet Art eines Schwaben. Also begannen sie wieder ganz neu.


Die Instrumente waren gerettet dies war ein bedeutender Vorteil gegenüber der Nachbarkapelle Westerheim, die bei der Viernichtung des Dortes fast das gesamte Inventar verloren hatte. So halfen sie sich aus. Wenn die Westerheimer Musik machen wollten, holten sie die Instrumente in Donnstetten. Hilfsbereitschaft unter echten Musikerfreuden. Wieder war es David Rieck, der zusammen mit den bewährten, älteren Mitgliedern den Wiederaufbau einer Kapelle mit jungen Kräften wagte. 

Bei fleißigem Üben und festen Zusammenhalt üiberwanden sie rasch die Schwierigkeiten und gewannen die alte Zuversicht für die Fortsetzung der geschätzten alten Volksmusik,


Ausbau des Klangkaspers und vollkommene unabhangigk:elt in
'deefier Sicht warags gmdm-m Y
Schdn1 955 zelgpen sich dleem:en Erfolge Bei der 25-Jahr-Feier
stelte sich eine respéktable neue Musikkapelle in schmucker
Kleidung dem-Erwartungsfrohen Pubdlkurn vor. Das Repertoire war
umfangreicher, die Vortrégi -+ schmissiger und differenczi
geworden, Man wagte mehr alséfi‘her Die Sohne begriffen
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hereinkamen. So machten sich Internationale Kléingef,r ilher vor
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Die erste Sorge blieb auch jetzt der Ubungsraum. Die ZahlenméBig
stark anwachsende Kapelle bendtigte ein eigenes Lokal. Wer aber